Die Kontrolle der Bezirksverwaltung Gera

Am 6. Dezember verschaffen sich 30 Vertreter von Bürgergruppen Einlass in die Bezirksstelle Gera des Amtes für Nationale Sicherheit, "versiegeln" das Archiv und verlassen das Gelände wieder.

Erst einen Monat später als in Erfurt und anderen Bezirksstädten kommt es zu einer "Besetzung". Die Brennpunkte der Opposition liegen nicht in der Bezirksstadt, sondern an Orten wie der benachbarten Universitätsstadt Jena. 

Foto: Entdeckung von vernichteten Akten. In der Mitte Jörn Mothes

Die Geraer Stasi-Mitarbeiter versuchen dies zunächst auszunutzen. Hier wird der berüchtigte Putsch-Aufruf geschrieben. Dann wird versucht, die Bürgervertreter zur Aktenvernichtung zu überreden. Durch Anstöße von außen, Kontakte zu anderen Bürgerkomitees wird der Stop der Aktenvernichtung durchgesetzt, die Dienststelle besetzt. Konsequenter als an anderen Orten und nicht immer regelkonform wird Stasi-Opfern der Einblick in ihre Akte gewährt.

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Späte Besetzung und frühe Akteneinsicht -ein Bericht von Roland Geipel und Michael Beleites
Reflektionen 30 Jahre danach- ein Vortrag von Michael Beleites

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