Die DDR gliederte sich in 15 Bezirke (einschließlich Ost-Berlin, das "Hauptstadt der DDR" war) sowie in Kreise. In jeder Bezirksstadt war eine Bezirksverwaltung des MfS und in jedem Kreis eine Kreisdienststelle. 

Die Besetzungen in den Bezirken

Alle Bezirksverwaltungen und die meisten der Kreisdienststellen wurden vom 4. bis 6. Dezember 1989 besetzt. 
Unter den Ortsnamen finden sie weitere Informationen dazu. 

Die Besetzung erfolgten am ... um ...:

4. 12.

Erfurt  7.30 
Rostock 17.30 
Leipzig 18.00 
Suhl 22.00

5. 12.

Cottbus 10.30 
Potsdam 11.30 
Halle 13.00
Dresden ca 15.00
Neubrandenburg 16.00
Magdeburg 21.00
Gera 

6. 12.

Schwerin   
Frankfurt/O  
Karl-Marx-Stadt
(Chemnitz)
 
   

 

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Das Ende der MfS-Zentrale in Berlin

Die Demonstration vom 15. Janaur 1990, bei dem die Demonstranten in die Zentrale der Stasi eindrangen besiegelte symbolisch das Ende der DDR Geheimpolizei. Die neuen Seiten beleuchten, wie es wirklich zum sogenannten "Sturm auf die Normanne" kam. 

Das Ende der MfS-Zentrale in Berlin

Die Situation vor der Besetzung

Am 18. 10. 89 wird Erich Honecker im Politbüro der SED abgesetzt, Egon Krenz rückt nach.
Am 7. November 1989 trat Erich Mielke als Minister für Staatssicherheit (MfS) zusammen mit der gesamten Regierung Stoph zurück, am folgenden Tag zusammen mit dem gesamten Politbüro des ZK der SED. Am 3. Dezember 1989 wurde Mielke aus der SED ausgeschlossen.
Am 17. 11. 89 wird Hans Modrow zum Ministerpräsident gewählt, am 18. November 1989 erfolgt die Umbenennung des MfS in Amt für Nationale Sicherheit (AfNS). Am 21. 11. 89 wird Generalleutnant Wolfgang Schwanitz als Leiter des Amtes für Nationale Sicherheit berufen.
Am 3. 12. 1989 erfolgt der Rücktritt von Krenz und dem ZK (Zentralkomitee) der SED. 
Am 4. 12. 1989 beginnen in Erfurt die Besetzungen der "Stasi".

mehr dazu

Zu den Hintergründen der Stasibesetzungen finden sie hier mehr.

Das Ende des Ministeriums für Staatssicherheit

Vom 4. bis 6. 12. 1989 wurden sämtliche Bezirksverwaltungen des MfS/AfNS sowie ein Großteil der Kreisdienststellen besetzt. 
Am 07. 12. in seiner ersten Sitzung beschloss der Zentrale Runde Tisch einstimmig, das Amt für Nationale Sicherheit unter ziviler Kontrolle aufzulösen. Eine Woche später, am 14. 12. 1989, beschloss der Ministerrat, dem zu folgen. Zugleich sollten jedoch daraus ein Verfassungsschutz und ein Nachrichtendienst geschaffen werden.
Daraufhin kam es zu neuen Protesten und zu heftigen Debatten am Runden Tisch. Schließlich beschloss der Ministerrat am 13. 01. 1990, das AfNS ersatzlos abzuschaffen.
Am 15. 1. 1990 wird die Zentrale des ehemaligen Ministeriums in Berlin besetzt. 
Bereits im November 1989 wurden die ersten hauptamtlichen Mitarbeiter entlassen, die letzten bis zum 31. 3. 1990.

 

Hinweis zu den Bezeichnungen

Mit der Umbenennung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Amt für Nationale Sicherheit (AfNS) am 18. November 1989 erfolgt auch eine Umbenennung der Dienststellen: 
Die Bezirksverwaltungen waren nun Bezirksämter, die Kreisdienststellen Kreisämter. Außerdem hatte bereits die Leitung der MfS damit begonnen, die Kreisdienststellen zu beräumen, eine Auflösung dieser war vorgesehen. 
Mit der Auflösung des AfNS am 31. März 1990 verschwanden auch diese Bezeichnungen. 

In den Beiträgen finden sich aufgrund der kurzen Zeit, in der sie existierten, meist die alten Bezeichnungen "Bezirksverwaltung" und "Kreisdienststelle" sowie die Abkürzungen "MfS", "BV" und "KD", auch wenn diese nach dem 18.11.1989 nicht mehr korrekt sind.